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Warum Bio?

Was bedeutet Bio?

Biologische bzw. ökologische Landwirtschaft bezeichnet eine nachhaltige Erzeugung von Nahrungsmitteln auf der Basis möglichst naturschonender Herstellungsmethoden. Bewusst wird hierbei auf den Einsatz von Chemie verzichtet und Gentechnik abgelehnt.
Ob Legehenne, Milchkuh oder Schlachtvieh – allen Tieren wird mit Respekt begegnet. Reichlich Platz, Auslauf und frische Luft, keine Käfighaltung, qualitativ hochwertiges Futter, der Verzicht auf prophylaktische Verabreichung von Antibiotika oder wachstumsfördernden Mitteln schaffen ein artgerechtes und würdevolles Leben bis zum Schluss.
Die Endprodukte sind frei von künstlichen Farbstoffen, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern. Somit ist Bio nicht nur gesund und umweltverträglich, sondern auch Genuss pur.


Durch die Wahl robuster Pflanzensorten und das Vermeiden von Monokulturen wirken Bio-Landwirte bereits im Vorfeld der Verbreitung von Schädlingen und Krankheiten entgegen und können somit auf den Einsatz von Pestiziden verzichten.
Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel werden ebenfalls nicht eingesetzt. Für den Anbau von Bio-Pflanzen darf kein mineralischer Stickstoffdünger eingesetzt werden. Stattdessen kommen organische Dünger wie Kompost und Mist zum Einsatz. Eine natürliche Nährstoffanreicherung des Bodens wird durch abwechslungsreiche Fruchtfolgen, Mischkulturen und den Anbau von Pflanzen, die Stickstoff spenden, erreicht.

Die Haltungsbedingungen müssen den natürlichen Bedürfnissen der Tiere entsprechen. Genügend Platz, Licht, frische Luft und Auslauf sind hierbei Grundvoraussetzung. Die Käfig- und Batteriehaltung von Geflügel ist im ökologischen Landbau verboten und Vollspaltenböden bei der Rinder-, Schaf- und Schweinehaltung sind untersagt.
Beim Futter wird darauf geachtet, dass dieses ebenfalls ökologisch produziert wird und frei von Gentechnik ist. Meist stammen die Futtermittel vom eigenen Hof oder werden von anderen Bio-Höfen zugekauft. Nur in Ausnahmenfällen darf konventionelles Futter verfüttert werden. Die Substituierung von wachstumsfördernden Mitteln ist strengstens verboten. Ebenso ist die vorbeugende Verabreichung von Antibiotika oder anderen Medikamenten tabu. Bei Erkrankungen von Tieren werden bevorzugt pflanzliche und homöopathische Mittel eingesetzt. Müssen dennoch Antibiotika verabreicht werden, gilt im Vergleich zum konventionellen Bereich eine doppelt so lange Wartezeit, bevor Fleisch und Milch weiterverarbeitet werden dürfen.

Kerngedanke beim ökologischen Landbau ist ein möglichst geschlossener, ressourcenschonender und natürlicher Stoffkreislauf.
Am besten kann dies erreicht werden, wenn Tierhaltung und Pflanzenanbau eng miteinander verbunden sind. So dient ein Teil der angebauten Pflanzen als Tierfutter, der Dung wiederum kommt als wertvoller Nährstofflieferant für die Pflanzen zum Einsatz. Es entsteht somit ein symbiotischer Kreislauf zwischen Tier- und Pflanzenwelt. Die Verknüpfung von Tierhaltung und Pflanzenanbau ist allerdings nicht zwingend notwendig. Reine Garten- und Ackerbaubetriebe können durch eine besonders gute Abfolge der Kulturpflanzen ebenso die Vorgaben der ökologischen Kreislaufwirtschaft erfüllen.

Sowohl die Anbauverbände als auch die EU-Ökoverordnung verbieten den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut und Pflanzen. Bio-Lebensmittel dürfen auch nicht mit Hilfe von gentechnischen Verfahren und Mikroorganismen, wie sie z. B. bei der Produktion von Bier oder Milchprodukten zum Einsatz kommen können, hergestellt werden.

Bio-Produkte sind frei von künstlichen Farbstoffen, Geschmacksverstärkern, künstlichen und naturidentischen Aromastoffen sowie synthetischen Zusatzstoffen. Auch die Behandlung mit ionisierenden Strahlen ist nicht erlaubt. Die Zugabe von künstlichen Vitamin- und Mineralstoffzusätze ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, beispielsweise bei der Herstellung von diätischen Lebensmitteln oder Babynahrung.
Zusatz- und Hilfsstoffe dürfen nur dann zum Einsatz kommen, wenn das betreffende Bio-Lebensmittel nachweislich nicht ohne diese hergestellt werden kann. Die EU-Ökoverordnung erlaubt allerdings nur ca. ein Zehntel der Stoffe, die im konventionellen Bereich erlaubt sind.