Kleinbäuer:innen auf einem Schulungsausflug bei dem Kräutergroßhandel „Green oasis Kräuter“ in Murang’a.

Kleinbäuerinnen-Projekt in Kenia

Die kenianische Organisation Sustainable Agriculture Community Development Programme, kurz SACDEP, bildet Kleinbäuer:innen im organischen Landbau aus, um sie auf diese Weise an Ernährungs- und Einkommenssicherheit heranzuführen. Seit 2021 wird diese Arbeit von der basic AG in Kooperation mit der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung gefördert.

Kleinbäuer:innen nutzen die Vorteile von Kräuter- und Gewürzanbau

Wer in den kenianischen Distrikten Murang’a, Laikipia und Loitoktok Ackerbau betreibt, muss eines berücksichtigen: Es sind heiße und trockene Gebiete, in denen es wenig Wasser gibt. Die Regenzeiten variieren in Häufigkeit und Wassermenge, oft fallen sie ganz aus. Die Menschen, die hier sesshaft sind, sind auf die Erträge aus dem Ackerbau angewiesen, um zu überleben. Nicht alle Anbaumethoden und Feldfrüchte eignen sich jedoch für die Bewirtschaftung der Felder unter diesen klimatischen Bedingungen.

Die kenianischen Kleinbäuer:innen lehren in wöchentlichen Schulungen den Anbau von Kräutern und Gewürzen, wie der Kompost zur Verbesserung der Böden genutzt werden kann oder wie man mit dem Bau von Wassertanks und kleinen Wasserauffangbecken über Trockenzeiten hinweghelfen kann. Kräuter benötigen nur wenig Wasser, haben eine kurze Reifezeit von vier Monaten, sind weniger anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall und können mit vielen anderen Kulturen im Mischanbau angebaut werden. Die dort angebauten Kräuter sind zudem hochwertiger als andere Kulturen und bringen im Vergleich zu diesen mehr Geld ein. Damit können Hibiskus, Zitronengras, Rosmarin, Kamille, Moringa, Stevia ein Einkommen während des ganzen Jahres liefern. Weiterhin stehen Themen wie Kräuteranbau, Trocknungstechniken und Schädlingsschutz unter Berücksichtigung der Bio-Richtlinien auf dem Lehrplan, genauso wie Vermarktung, Grundlagen der Bio-Gruppenzertifizierung, Wertschöpfungsketten und Finanzmanagement.

Erfolgreiche Kleinbäuer:innen

Eine der erfolgreichen Gemeindetrainer*innen ist Esther Gathoni. Ihre kleine Farm hat sich zu einer Modellfarm entwickelt und dank des Projektes verkauft sie erfolgreich Rosmarin und Hibiskus in ihrer Nachbarschaft.

organic farmers basic 01Esther Gathoni von der Lishe Boa Selbsthilfegruppe (re.) bei einer Schulung von Nachbarinnen zum Rosmarin-Anbau.

Ann Nyambura pflegt liebevoll ihre KräuterMitglieder der “Good Start Selbsthilfegruppe” verkaufen Kräutersetzlinge an Nachbar:innen während eines Schulungstages.Dank der Projektförderung wurden in den Projektregionen drei Sammel- und Verteilzentren gebaut und offiziell registriert. Sie wurden mit Waagen, Solartrocknern und einem Gerät für luftdichte Verpackung ausgestattet. Die Kleinbäuer:innen haben sich in dreißig Produzentr:innengruppen für verschiedene Kräuter organisiert, um ihre Bioprodukte über diese Verteilzentren im lokalen und regionalen Markt zu verkaufen. Sie haben erste Kontakte zu Firmen geknüpft, die interessiert sind, ihre Produkte anzukaufen. Die Kleinbäuer:innen sind bereit: Sobald es regnet und sie großflächiger produzieren können, möchten sie durchstarten.

In diesem Jahr wird im Kooperationsprojekt von der basic AG mit der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung die weitere Ausbildung für die Vermarktung begleitet, damit die Kleinbäuer:innen ein gutes, regelmäßiges Einkommen generieren und von ihrer Arbeit in Würde leben können. Helfen Sie mit Ihrem Einkauf mit, dass die Kleinbäuer:innen ihrem Ziel der Unabhängigkeit ein Stück näher kommen.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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