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Bio-Anbau glutenfreier Getreidealternativen


Amarant, Quinoa und auch Buchweizen zählen zu den so genannten Pseudogetreidearten und stellen nicht nur bei einer Glutenunverträglichkeit eine interessante Alternative zu Getreidesorten dar.

Pseudogetreide unterscheidet sich von glutenhaltigem Weizen, Dinkel und Co nicht nur aus ernährungsphysiologischer Sicht, sondern werden auch anderen botanischen Gruppen zugeordnet.  

In diesem Artikel erfahren Sie welche Rahmenbedingungen für den Anbau des jeweiligen Pseudogetreides optimal sind und wann die Aussaat und Ernte stattfindet. 

 

Amarant – benötigt warmes Klima

Das Pseudogetreide Amarant (s. Titelbild) stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Auch heute noch benötigt Amarant ein warmes Klima – wird jedoch durch züchterische Bearbeitung auch in Österreich in wärmeren Regionen angebaut. Für ein optimales Wachstum sind nährstoffarme Böden mit guter Wasserführung notwendig, sodass weder Trockenheit noch Schlamm entstehen. Die Aussaat von Amarant findet nach dem letzten Frost von Ende April bis Mitte Mai statt. Bis das Pseudogetreide nach einer Vegetationsdauer von 120 bis 150 Tagen zwischen Ende August und Ende September geerntet werden kann, sind für die Unkrautregulierung bis zu drei Hackdurchgänge notwendig. Da die Unkrautregulierung beim Anbau von Amarant eine entscheidende Rolle spielt, sollte bei der Wahl der Anbaufläche bereits auf einen geringen Unkrautdruck geachtet werden.

 

Quinoa – resistent gegenüber Kälte und Trockenheit

Quinoa

Wie auch Amarant wurde Quinoa erstmals in Südamerika angebaut, hat sich mittlerweile jedoch auch an kälteres Klima angepasst. Ebenso ist auch Quinoa recht anspruchslos in Bezug auf die Nährstoffversorgung des Bodens. Sobald der Quinoa-Keim die Bodenoberfläche durchstoßen hat, ist das Pseudogetreide aufgrund der tiefen Durchwurzelung und physiologischen Anpassungen recht trockenresistent. Dennoch benötigt Quinoa bis dahin aufgrund der geringen Körnergröße eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit. In Abhängigkeit der jeweiligen Sorte beträgt die Vegetationszeit 120 bis 210 Tage.

Durch unseren Lieferanten Bohlsener Mühle bieten wir bei basic auch Quinoa aus Deutschland an – so kann auf lange Transportwege verzichtet werden, was unserem Klima und der Umwelt zugutekommt. 

 

Buchweizen – robust auch bei schwierigen Bodenverhältnissen

Buchweizen

Buchweizen wurde bereits im 13 Jahrhundert neben normalen Getreidearten angebaut. Dieses Pseudogetreide lässt sich ohne Probleme auch auf sandigen und moorigen Böden anbauen – entweder zur Kornnutzung oder für die zukünftige Nutzung der Anbauflächen als Grünnutzung. Bei Letzteren überzeugt Buchweizen, da es Stickstoff bindet und einen guten Erosionsschutz liefert. Auch Bienen erfreuen sich über den Anbau des Pseudogetreides, da es eine beliebte Futterquelle darstellt. Idealerweise sollte der Boden jedoch locker und nicht zu feucht sein.

Für die Kornnutzung wird Buchweizen Mitte Mai ausgesät, für die Zwischenfruchtnutzung/ Grünnutzung erst Anfang Juli bis Mitte August. Geerntet wird das Pseudogetreide Anfang bis Mitte August. Für die letztendliche Verarbeitung müssen die Körner zunächst getrocknet werden.

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