Was unterscheidet die ökologische von der konventionellen Landwirtschaft?

Konventionelle und ökologische Landwirtschaft unterscheiden sich im Anbau hinsichtlich vielen verschiedenen Punkten. So läuft der Pflanzenbau und -schutz, die Düngung oder auch die Unkrautbekämpfung in der biologischen Landwirtschaft anders ab. Welche Vorteile die ökologische Landwirtschaft für unsere Gesundheit und unseren Planeten hat, erfährst du hier….

Ein kurzer Vergleich von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft:

Pflanzenbau

Konventionelle Landwirtschaft
Pflanzenanbau in Monokulturen:
Riesige Felder mit nur einer Gemüse- oder Getreidesorte; jedes Jahr wird das selbe angebaut. 

Öko-Landwirtschaft
Pflanzenanbau in Mischkulturen mit abwechselnden Fruchtfolgen:
Dabei werden z. B. verschiedene Gemüsesorten in einer bestimmten Kombination nebeneinander angebaut. Jahr für Jahr ändert sich der Anbauplan. Dadurch wird der Schädlingsbefall auf natürliche Weise eingeschränkt und die Bodenfruchtbarkeit bleibt optimal erhalten.

Pflanzenschutz

Konventionelle Landwirtschaft
Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel:
Pestizide (z. B. Insektizide und Fungizide) werden zur Bekämpfung von tierischen und pflanzlichen Schädlingen eingesetzt und gelangen in Form von Rückständen in die Umwelt und in die Nahrungskette.

Öko-Landwirtschaft
Biologischer Pflanzenschutz:
Stärkung der pflanzeneigenen Abwehrkräfte z. B. durch günstige Pflanzennachbarschaften, richtige Saatzeitpunkte, Standort- und Sortenwahl. Absammeln von Schädlingen, Förderung von Nützlingen, Einsatz natürlicher, pflanzenstärkender Präparate.

 Düngung

Konventionelle Landwirtschaft
Mineralische Düngung:
z. B. mit synthetischen Stickstoffverbindungen (aus denen sich Nitrat lösen kann, das ins Grundwasser übergeht), leicht löslichen Phosphaten, hochprozentig reinen und chlorhaltigen Kalisalzen. 

Öko-Landwirtschaft
Organische Düngung:
Durch Unterpflügen stickstoffhaltiger Pflanzen (Gründüngung); mit aufbereitetem Stallmist oder mit fruchtbarer Komposterde. 

Unkrautbekämpfung

Konventionelle Landwirtschaft
Chemische Unkrautbekämpfung:
vorwiegend mit Herbiziden, die längere Zeit im Boden verbleiben und neben den Schädlingen auch die Nützlinge verringern können. Der Boden versauert, die Bodenfruchtbarkeit nimmt ab und in der Folge wird mehr Dünger benötigt.

Öko-Landwirtschaft
Natürliche Unkrautbekämpfung:
Durch „mechanische Pflegemaßnahmen“ wie Hacken, Striegeln und Abflammen von Unkrautkeimlingen.

Konservierung

Konventionelle Landwirtschaft
Chemische Konservierung:
nach der Ernte: z. B. durch Begasen oder Wachsen.

Öko-Landwirtschaft
Verzicht auf Chemische Konservierungsmittel

Tierhaltung

Konventionelle Landwirtschaft
Massentierhaltung:
Die Quantität der Fleischproduktion gilt als oberstes Prinzip bei der Tierhaltung. Die große Nachfrage nach günstigen Fleischprodukten regelt dabei das Angebot. Hochangereicherte Futtermittel, Antibiotika, Hormone, Psychopharmaka und andere Medikamente sind erlaubt.

Öko-Landwirtschaft
Artgerechte Tierhaltung: 

Die Tiere werden artgerecht gehalten, d. h., sie haben genügend Platz, Luft und Licht. Sie bekommen weitgehend biologisch erzeugtes Futter. Medikamente zur Krankheitsvorbeugung und zur Beschleunigung der Gewichtszunahme sind verboten, sodass die Tier viel langsamer und gesünder wachsen. Die Fleischqualität ist dadurch natürlich viel besser. Tierkrankheiten werden nicht vorbeugend z. B. mit Antibiotika behandelt. Pflanzliche und homöopathische Medikamente werden bevorzugt.