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Was ist Glyphosat und wie gefährlich ist es?


Glyphosat ist ein Wirkstoff, der allein in Deutschland in 94 Unkrautvernichtungsmitteln enthalten ist. Es ist welt- und bundesweit das am meisten verkaufte Pflanzenvernichtungsmittel. In Deutschland ist der Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln bis Ende 2023 zugelassen. 
 
Erfunden 1970 vom US-Konzern Monsanto und vertrieben unter dem Markennamen „Roundup“. Wurde zum Bestseller, als Monsanto ab 1996 genmanipulierte Pflanzen verkaufte, die gegen Glyphosat resistent sind. Sie überstehen eine Glyphosatdusche – alle anderen Pflanzen sterben ab.
 
Der Pflanzenschutz wird von Monsanto und weiteren 90 Firmen in aller Welt hergestellt. Sie verkaufen jedes Jahr rund 700.000 Tonnen Glyphosat und setzen damit fünf Milliarden Euro um. Deutsche Bauern setzen es laut Umweltbundesamt auf 40 Prozent der Felder ein. Diese Allgegenwart erschwert dem ökologischen Landbau immer mehr, Lebensmittel ohne Pestizidrückstände zu erzeugen.
 
Glyphosat enthält Hilfsstoffe, die im fertig gemischten Pestizid dafür sorgen sollen, dass Glyphosat besser wirkt. Einige dieser Hilfsstoffe, wie die Tallowamine, sind ebenfalls als sehr problematisch einzuschätzen. Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO sagen, dass es wahrscheinlich Krebs erregen kann. Laut Ärzte aus Argentinien kann Glyphosat auch zu Missbildungen führen. Dort werden Felder mit glyphosatresistenten Sojabohnen aus der Luft besprüht und in den betroffenen Dörfern kommen gehäuft missgebildete Kinder zur Welt. In Studien mit Tieren zeigen sich ähnliche Ergebnisse: Glyphosat im Futter führt zu steigenden Krebsraten bei Ratten und Mäusen.
 
Außerdem zerstört Glyphosat Artenvielfalt und tötet Tiere, auch in Deutschland, weil es die Nahrungsgrundlage für Tiere vernichtet und extrem giftig für Frösche und Amphibien ist. Gekaufte Studien, zwischen 2012 und 2016 beauftragten Hersteller von Glyphosat eine Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten, die in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Zudem arbeiteten Glyphosat-Hersteller im Verborgenen an vermeintlich unabhngigen Studien mit.
 
Das Gift die Entstehung von Superunkräutern, die gegen das Breitbandherbizid resistent werden. Das macht einen weiteren und verstärkten Einsatz von Pestiziden notwendig. Übrigens, wird Glyphosat nicht nur auf unseren Feldern versprüht. Es wird auch intensiv beim Torfabbau für Blumenerde eingesetzt oder auf Gleisbetten im Schienenverkehr, um Unkräuter zu vernichten.

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